Wissenschaftler der Emory University School haben einen direkten Zusammenhang zwischen oxidativem Stress und Entzündungssignalen im Blut entdeckt. Dabei wurden beide Formen der Aminosäure Cystein untersucht: Cystin (oxidiert) und Cystein (reduziet).

Es ist schon länger bekannt, dass die Spiegel von Cystin im Blut mit zunehmendem Alter ansteigen. Rauchen, Alkoholkonsum, Fehlernährung und verschiedene Erkrankungen sind mit oxidativem Stress assoziiert und erhöhen die Cystinkonzentration im Blut. Die Wissenschaftler fanden jetzt heraus, dass ein hoher Cystinspiegel eine vermehrte Bildung von Interleukin-1-Beta in weißen Blutzellen veranlasst. In einer Studie mit gesunden Probanden mit einem Durchschnittsalter von 62 Jahren wurde ein enger Zusammenhang zwischen der Konzentration von Interleukin-1-Beta und der Cysteinaufnahme festgestellt. Das Cystein-Redoxpotential, also das Verhältnis von Cystin zu Cystein, scheint einen erheblichen Einfluss auf die Entzündungsaktiviät im Stoffwechsel zu haben. Die Forscher beabsichtigen, den Zusammenhang zwischen Cystein und Entzündungsmarkern bei übergewichtigen und normalgewichtigen sowie bei schwerkranken Patienten in verschiedenen Lebensaltern mit parentaler Ernährung zu überprüfen.

 

Referenz:
ScienceDaily: Targeting oxidized cysteine through diet could reduce inflammation and lower disease risk; Mar. 31, 2009

Back to top

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok