Wissenschaftler der University of South Alabama gingen der Frage nach, über welche Mechanismen Taurin bei Diabetes mellitus antioxidativ wirkt. Es ist schon länger bekannt und gut belegt, dass Taurin Hyporchlorsäure entgiftet und dadurch eine antioxidative Aktivität entfaltet. Allerdings kann eine Antiradikalwirkung von Taurin auch in Zellsystemen nachgewiesen werden, die keine neutrophilen Granulozyten enthalten. Die Wissenschaftler aus Alabama stellten nun eine neue Hypothese zur antioxidativen Wirkung von Taurin auf, die auf der Beobachtung beruht, dass in den Mitochondrien Taurin-konjugierte tRNA (transfer-Ribonukleinsäure) nachgewiesen werden kann. Bei einem Taurinmangel kommt es zu einer Dysfunktion der Atmungskette, weil erforderliche Proteine nicht hergestellt werden können.

Durch Zugabe von Taurin ist eine Erholung der Aktivität der Atmungskette nachweisbar, und die ATP-Synthese steigt an – bei gleichzeitig verminderter Bildung von Superoxidanionen.

 

Referenz:
Schaffer SW et al.: Role of antioxidant activity of taurine in diabetes; Can J Physiol Pharmacol. 2009 Feb; 87(2): 91-9

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