Übergewicht und Type-2-Diabetes gehen mit einer „low-grade- inflammation“ einher, bei der Adiponektin herunterreguliert ist; Entzündungsmediatoren wie Interleukin-6, TNF-Alpha und CRP sind hochreguliert. Adiponektin ist ein Peptidhormon, das in den Fettzellen gebildet wird. Ein niedriger Spiegel von Adiponektin erhöht das Risiko von Diabetes mellitus und führt zu Gefäßschäden.

Wissenschaftler aus Mexiko untersuchten jetzt in einer 3T3-L1-Zellkultur die mRNA-Expression verschiedener Metabolite. Bei der 3T3-L1-Zellkultur handelt es sich um Vorläuferzellen von Fettzellen, die dann zur Zelldifferenzierung gebracht werden. Einem Teil der Zellkulturen wurde Glycin beigesetzt. Es zeigte sich, dass bei den Zellkulturen mit Glycin die Expression von Interleukin-6, Resistin und TNF-Alpha vermindert war - Adiponektin und PPAR-Gamma waren hochreguliert. Aus diesem Ergebnis kann man schließen, dass Glycin offensichtlich das Expressionsmuster von Fettzellen günstig beeinflussen kann.

Bei der 3T3-L1-Zellkultur handelt es sich um Vorläuferzellen von Fettzellen, die dann zur Zelldifferenzierung gebracht werden. Einem Teil der Zellkulturen wurde Glycin beigesetzt. Es zeigte sich, dass bei den Zellkulturen mit Glycin die Expression von Interleukin-6, Resistin und TNF-Alpha vermindert war - Adiponektin und PPAR-Gamma waren hochreguliert. Aus diesem Ergebnis kann man schließen, dass Glycin offensichtlich das Expressionsmuster von Fettzellen günstig beeinflussen kann.


In einer weiteren Studie aus Mexiko wurde untersucht, ob und in welchem Umfang Glycin bei Typ-2-Diabetikern zu einer Veränderung von Entzündungsmakern führt. An der Studie nahmen 74 Patienten mit Typ-2-Diabetes teil. Jeweils die Hälfte der Gruppe erhielt 5 g Glycin täglich oder ein Placebopräparat über einen Zeitraum von drei Monaten. Nach drei Monaten waren die Konzentrationen von HbA1c in der Glycingruppe signifikant niedriger als in der Placebogruppe. Auch die Konzentrationen des TNF-Rezeptor-1 waren in der Glycingruppe signifikant vermindert. In der Glycingruppe kam es zu einem Anstieg des Interferon-Gamma-Spiegels um 43 Prozent, in der Placebogruppe um 38 Prozent. Autoren der Studie schlossen daraus, dass die Behandlung mit Glycin wahrscheinlich ein vorteilhafter Effekt auf das angeborene und erworbene Immunsystem hat, und Glycin Gewebeschäden durch chronische Entzündung bei Patienten mit Typ-2-Diabetes verhindern kann.

 

Referenzen:
  • Garcia-Macedo R et al.: Glicine increases mRNA adiponectin and diminishes pro-inflammatory adipokines expression in 3T3-L1-cells; Eur J Pharmacol. 2008 Jun 10; 587(1-3): 317-21
  • Cruz M et al.: Glycine treatment decreases proinflammatory cytokines and increases interferon-gamma in patients with type 2 diabetes; J Endocrinol Invest. 2008; 31(8): 694-9

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