Die Glutaminbildung und Glutaminverwertung sind eng mit dem Energiestoffwechsel und der physischen Aktivität verbunden. In einer Studie der Universität von Triest wurde untersucht, wie sich Bettruhe auf die Glutaminkonzentration auswirkt. Dabei zeigte sich, dass Bettruhe die Plasmaglutaminkonzentration signifikant verminderte. Eine Aminosäuren-Infusion verbesserte die Glutaminneusynthese und die Plasmaglutaminkonzentration in allen Bedingungen. Die Autoren schlossen daraus, dass körperliche Inaktivität mit einer verminderten Glutaminverfügbarkeit assoziiert ist, weil die körpereigene Glutaminsynthese herunterreguliert wird.

Kommentar:
Glutamin ist bekanntlich ein wichtiges Nährsubstrat für alle sich schnell teilenden Zellsysteme wie z.B. die Enterozyten und die Immunzellen. Zur Stabilisierung des Immunsystems und zur Vermeidung von Infektionen bei längerer Bettlägrigkeit sollte deshalb auf eine ausreichende Glutaminverfügbarkeit geachtet werden.
 
 
Referenz:
Agostini F et al.: Physical inactivity decreases whole body glutamine appearance independently from changes in proteolysis; J Physiol. 2008 Jul 31.

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