Amerikanische und britische Forscher setzten Versuchspersonen auf eine Diät, die den Serotoninspiegel senkte, und beobachteten deren Verhalten im Verlaufe eines Strategiespiels (Ultimatumspiel). Bei den Probanden mit niedrigem Serotoninniveau wurden deutliche Verhaltensveränderungen festgestellt. Sie reagierten impulsiver und aggressiver, wenn sie die Handlungen anderer als unfair empfanden. Diese Studie wurde Anfang Juni 2008 in der Fachzeitschrift Science publiziert. 

Kommentar:
Es ist sicherlich nicht das erste Mal, dass ein Zusammenhang zwischen psychischer Befindlichkeit, Verhalten und dem Serotoninniveau nachgewiesen wurde. Die Serotoninsynthese im ZNS ist unmittelbar von der Tryptophankonzentration im Blutplasma/ Serum abhängig. Generell ist zu empfehlen, dass bei psychischen Befindlichkeitsstörungen die für den Neurotransmitterstoffwechsel notwendigen Mikronährstoffe bestimmt werden, um eine gezielte orthomolekulare Therapie durchführen zu können. 
 
 
Referenz:
Spiegel-online, 06.06.08: Hunger macht aggressiv
Wissenschaft.de, 06.06.08: Warum Hunger aggressiv macht

 

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