Wissenschaftler der Wake Forest University School of Medicine, Winston-Salem, und der University of Florida haben untersucht, welchen Einfluss Werbung für Medikamente auf die Darstellung und Bewertung von Nahrungsergänzungsmitteln hat. Dabei wurden die Ausgaben von 11 großen medizinischen Fachzeitungen (z.B. JAMA, BMJ, American Family Physican, New England Journal of Medicine etc.) im Zeitraum eines Jahres durchforstet. Es zeigte sich, dass die Fachzeitungen mit der meisten Pharmawerbung signifikant weniger Hauptartikel über Nahrungsergänzungsmittel publizierten als die Fachzeitungen mit der wenigsten Pharmawerbung.

Die medizinischen Fachzeitungen mit der meisten Werbung für Pharmaka publizierten keine klinischen Studien oder Kohortenstudien über Nahrungsergänzungsmittel. Diese Zeitungen beurteilten auch zu 67 Prozent Nahrungsergänzungsmittel als „unsafe“. Bei den Zeitungen mit der wenigsten Pharmawerbung zeigt sich diese Einschätzung nur in 4 Prozent der Fälle. Die Schlussfolgerung, dass Nahrungsergänzungsmittel uneffektiv seien, war bei den Zeitungen mit viel Pharmawerbung im Vergleich zu jenen mit wenig um 50 Prozent höher.

 

Referenz:
Kathi J Kemper, Kaylene L Hood: Does pharmaceutical advertising affect journal publication about dietary supplements; BMC Complementary and Alternative Medicine, 9. April 

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