Verschiedene Entzündungsmediatoren konnten bereits beim komplexen regionalen Schmerzsyndrom-1 (Morbus Sudeck) nachgewiesen werden. Von Wissenschaftlern der Universität Rotterdam wurden jetzt die Aminosäurenkonzentrationen bei 64 CRPS1-Patienten untersucht und mit einer Kontrollgruppe gesunder Probanden verglichen. Im Vergleich zur Kontrollgruppe waren bei den CRPS1-Patienten die Plasmaspiegel von Glutamat, Arginin, Taurin und Glycin deutlich erhöht und die Plasmakonzentration von Glutamin sowie das Verhältnis Citrullin zu Arginin zu Ungunsten des Citrullins vermindert.

Bemerkenswert war bei diesen Patienten eine hoch signifikant inverse Korrelation zwischen Glutamin und Glutamat, obwohl die Summe der Konzentrationen von Glutaminsäure und Glutamin nicht verändert waren. Diese Studie zeigte erstmalig einen ausgeprägten Anstieg von Aminosäurenkonzentrationen beim komplexen regionalen Schmerzsyndrom, wobei die festgestellten Unterschiede bei Glutamat, Glutamin, Glycin, Taurin und Arginin darauf hindeuten, dass bei diesem Krankheitsbild die NMDA-Rezeptoren und das NO-System erheblich an der Symptomatik und Pathophysiologie beteiligt sind.

 

Referenz:
Wasseldijk F et al.: Increases plasma glutamate, glycine, and arginine levels in complex regional pain syndrome type 1; Acta Anaesthesiol Scan. 2008 May; 52(5): 688-94 

 

 

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