Die Verfügbarkeit der Aminosäure Arginin ist häufig der entscheidende Faktor für die Bildung des Signalgases Stickoxid. Arginin wird aber auch durch das Enzym Arginase abgebaut. Die Aktivität der Arginase wiederum erhöht sich durch eine vermehrte Argininzufuhr, d.h. die Abbaurate von Arginin beschleunigt sich durch eine vermehrte Argininzufuhr.

Ein nicht unerheblicher Teil des zugeführten Arginins wird also mittels der Arginase sofort wieder abgebaut. Deshalb ist eine Verminderung der Arginaseaktivität ein sinnvoller Ansatz, um die Argininkonzentration und damit auch die Bildung von NO zu verbessern. Wissenschaftler der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf konnten jetzt nachweisen, dass Kakaoflavanole die Arginaseaktivität vermindern.

Kommentar:
Es gibt immer mehr Studien, die die kardioprotektiven Effekte von Kakaoprodukten nachweisen, wobei meist ein direkter pharmakologischer Effekt der Flavonole angenommen wurde. Interessanterweise hängen aber die Vorzüge des Kakaos auch mit dem Argininstoffwechsel zusammen.
Arginin ist ein sehr wichtiger Wirkstoff in der Orthomolekularen Medizin, dessen Effektivität wie die oben genannte Studie zeigt, relativ einfach durch flavonolreiche Kakaoprodukte, z.B. hochwertige Bitterschokolade, verbessert werden kann.


Referenz:
Schnorr O et al.: Cocoa flavanols lower vascular arginase activity in human endothelial cells in vitro and in erythrocytes in vivo; Arch Biochem Biophys. 2008 Mar 6

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