Zur Senkung anerkannter Biomarker der Lipidperoxidation sind 1.600 bis 3.200 i.U. Vitamin E erforderlich, also 4 bis 8-mal so viel wie in klinischen Studien üblich. Dies wurde von der Oregon State University in der Zeitschrift Free Radical Biology and Medicine publiziert. In klinischen Studien wurden meist Vitaminsupplemente in einer Dosierung von 100 bis 400 i.U. verwendet, in der Annahme, dass diese Menge ausreichend sei, um oxidativen Stress zu reduzieren. In den bisherigen klinischen Studien wurde immer die Hypothese überprüft, ob eine Reduzierung von oxidativem Stress das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen vermindert. Was jetzt deutlich wird, ist, dass in diesen Studien der oxidative Stress niemals gemessen wurde und deswegen auch gar nicht bekannt sein kann, ob er tatsächlich vermindert wurde oder nicht. Die Hypothese wurde also nie wirklich überprüft. Aus diesem Grund müssen neue klinischen Studien durchgeführt werden, an denen Patienten teilnehmen, die tatsächlich einen hohen messbaren oxidativen Stress haben.

 

Referenz:
Science Daily, Sept 27, 2007: Vitamin E trials „fatally flawed“

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