Von der Universität von Ibadan in Nigeria wurden bei 47 Bleiarbeitern und 25 Kontrollpersonen verschiedene Laborparameter bestimmt, z.B. die Vollblutbleikonzentration und Serumspiegel von Vitamin B1, Magnesium und Calcium. Die Bleikonzentrationen waren bei den Bleiarbeitern nicht signifikant erhöht, dafür lagen signifikant verminderte Konzentrationen von Magnesium und Vitamin B1 vor. Es wurde auch eine signifikant negative Korrelation zwischen der Vitamin-B1-Konzentration und dem Bleispiegel festgestellt. In der Studie konnte auch gezeigt werden, dass bereits niedrige Bleispiegel zu einer verstärkten Bleiabsorption führen und dass verminderte B1- und Magnesium-Konzentrationen die Neurotoxizität von Blei erheblich verstärken.

Kommentar:
Diese Ergebnisse sind besonders auch für Kinder und Jugendliche sehr bedeutsam, da in diesem Lebensalter bereits eine geringe Bleibelastung zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Hirnleistungsfähigkeit und psychischen Entwicklung führen kann. Bei einem Verdacht auf Bleibelastung ist deshalb die Bestimmung von Vitamin B1 und Magnesium empfehlenswert.

 

Referenz:
  • Anetor JI et al.: Decreased thiamine and magnesium levels in the potentiation of the neurotoxicity of leas in occupation leas exposure; Biol Trace Elem Res. 2007 Apr; 116(1): 43-52
  • Thornalley PJ et al.: High prevalence of low plasma thiamine concentration in diabetes linked to a marker of vascular disease; Diabetologia 2007 Aug 4

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