In Welt Online erschien am 8. Juni 2007 ein Fachartikel, der sich mit der Ernährungssituation in England beschäftigt. Es leiden zwar Millionen Briten an Übergewicht, dennoch gehen Fachleute davon aus, dass bis zu vier Millionen, also rund sechs Prozent der britischen Bevölkerung, unterernährt sind. Der Professor für klinische Ernährung und Metabolismus an der Universität Southampton Marinos Elia erklärte: „Die Leute essen vielleicht zu viel, aber nicht genügend Obst und Gemüse.“ In den vergangen Jahren stieg die Zahl der Krankenhauspatienten, bei denen Mangelernährung festgestellt wurde, um mehr als vierzig Prozent. Nach Meinung von Fachleuten war die Versorgung mit nahrhaftem Essen selbst zur Zeit der Lebensmittelrationierung während des zweiten Weltkriegs besser als heute. Fertiggerichte und Fastfood enthalten häufig nicht ausreichend Vitamine und Spurenelemente. Der Vorsitzende der britischen Aktionsgruppe für Mangelernährung Alastair McKinlay bezeichnete es als einen weitverbreiteten Irrglauben, dass dicke Menschen nicht unterernährt sein können.

 

Referenz:
Welt Online, 8. Juni 2007

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