Das Krankheitsbild eines prämenstruellen Syndroms kann sich sehr unterschiedlich darstellen: Die Frauen leiden z.B. an Übelkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Reizbarkeit, depressiver Verstimmung, Bauchschmerzen, Brustspannen, Wassereinlagerungen etc. Die Beschwerden treten in der Luteal-Phase auf, der Zyklusphase zwischen Eisprung und Menstruation.

Es gibt einige Mikronährstoffe, die bei der Behandlung des PMS helfen können: Calcium zum Beispiel ist ein altbewährter Mineralstoff, der schon in den `30er- Jahren routinemäßig zur Behandlung von Menstruationszyklusbeschwerden eingesetzt wurde. Seine positive Wirkung in Bezug auf PMS wurde in klinischen Studien nachgewiesen. Die Columbia Universität in New York führte dazu eine Untersuchung durch. Frauen bekamen über 3 Monatszyklen ein Calciumpräparat. Die PMS-bezogenen Symptome reduzierten sich daraufhin um 48 Prozent. Eine weitere Studie zeigte, dass Calcium in Verbindung mit Vitamin D zu einer enormen Besserung der psychischen und körperlichen Symptome von PMS führt.

Bei Magnesium verhält es sich ähnlich. In verschiedenen Studien wurde ein positiver Effekt auf des prämenstruelle Syndrom beschrieben. Magnesium hat zahlreiche Funktionen und spielt z.B. bei der Hormonproduktion und Nebenschilddrüsenfunktion eine Rolle.

Texanische Forscher vom Baylor College in Houston fanden heraus, dass bei PMS-Patienten während der Lutealphase die Zinkkonzentration niedriger und die Kupferkonzentration höher lag als bei Gesunden. Wegen des hohen Kupferspiegels kann es zu einer reduzierten Zinkverfügbarkeit kommen, so die Schlussfolgerung der Forscher.

Im May 1999 wurde eine Placebo-Kontroll-Studie durchgeführt, um die Wirksamkeit von Vitamin B6 beim PMS zu untersuchen. 940 Patienten mit prämenstruellem Syndrom nahmen daran teil. Die Studie zeigte auf, dass eine Supplementierung mit Vitamin B6 positive Effekte erzielen kann.
Eine weitere Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Vitamin B6 vegetative Beschwerden des PMS bessern kann.

Es gibt noch weitere Mikronährstoffe, die sich günstig auf das PMS auswirken können, z.B. Vitamin E, Vitamin B1, B2, essentielle Fettsäuren, Aminosäuren wie Tryptophan etc. Einer Mikronährstoffsupplementierung sollte jedoch immer eine Mirkonährstoffanalyse vorangehen. Durch eine Blutuntersuchung kann genau festgestellt werden, wo die Defizite liegen, so dass eine gezielte Therapie erfolgen kann.

 

Referenz:
Life Extension: Premenstrual Syndrome, lef.org/protocols/female_reproductive/premenstrual_syndrome_01.htm

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