Forscher der Vietnamese American Medical research Foundation der USA untersuchten bei neun Patienten mit generalisierter Angsterkrankung auch die Vitamin-B1-Spiegel. Bei den Patienten war kein Alkoholabusus bekannt, allerdings bestanden niedrige Vitamin-B1-Konzentrationen. Es wurde nun eine parenterale Vitamin-B1-Therapie durchgeführt: Sie erhielten 100 mg Vitamin B1 intramuskulär über einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen. Durch diese Therapie kam es zu einer deutlichen Besserung der Angstsymptomatik, zu einer verminderten Müdigkeit und einem besseren Allgemeinbefinden. Interessanterweise konnten die Patienten auch Anxiolytika und Betablocker absetzen. Eine wichtige Erkenntnis dieser Studie ist, dass eine parenterale Verabreichung von Vitamin B1 ganz offensichtlich deutlich besser wirkt als eine orale Gabe. Mehrfach wurde schon darüber berichtet, dass nur durch eine parenterale Therapie Thiamin-Defizite ausgeglichen werden konnten.    

 

Referenz:
Khanh vinh quoc Lurong et al.: The impact of thiamine treatment on generalized anxiety disorder; International Journal of Clinical Medicine, 2011, 2, 439-443

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