Bei der Entstehung des prämenstruellen Syndroms werden verschiedene Faktoren diskutiert, wie z.B. hormonelle Schwankungen, Stress, Ernährung etc. Eine Dysregulation im Hirnstoffwechsel kann ebenfalls eine mögliche Ursache für die Entstehung des prämenstruellen Syndroms sein. Die Gruppe der B-Vitamine, also B1, B2, B3, B6, B12 und Folsäure, ist ja bekanntlich bei der Bildung von Nervenbotenstoffen erforderlich. In einer amerikanischen Studie wurde nun geprüft, ob es einen Zusammenhang zwischen den B-Vitaminen - über die Nahrung oder als Nahrungsergänzungsmittel - und der Entstehung des prämenstruellen Syndroms gibt. Die Fall-Kontroll-Studie lief über 10 Jahre lang. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass die Aufnahme von Vitamin B1 und Vitamin B2 der Entstehung eines prämenstruellen Syndroms entgegenwirken kann. Zum Beispiel war bei den Frauen mit der höchsten Vitamin-B2-Aufnahme das Risiko für die Entstehung des prämenstruellen Syndroms um 35 Prozent vermindert; die Einnahme von Niacin, B6, Folsäure und B12 zeigte jedoch keine signifikanten Effekte. Weitere Forschungen sind notwendig, um die Wirkung der B-Vitamine eingehender zu untersuchen.

 

Referenzen:
Patricia O Chocano-Bedoya et al.: Dietary B vitamin intake and incident premenstrual syndrome. American Society for Nutrition, 04.02.2011
Dr. med Alexander Arlit: Prämenstruelles Syndrom (PMS); netdoktor.de, 06.04.2011

 

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