Vitamin D ist ein Mikronährstoff mit sehr vielseitigen Eigenschaften und hat zahlreiche Funktionen im Stoffwechsel inne. Wegen seiner Wirkung auf den Calciumspiegel und auf die zyklusabhängigen Hormonschwankungen und wegen seines Einflusses auf den Neurotransmitterstoffwechsel geht man davon aus, dass eine hohe Vitamin-D-Zufuhr sich positiv auf das Risiko eines prämenstruellen Syndroms auswirken kann. In einer US-amerikanischen Studie mit 186 jungen Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren wurde nun ein möglicher Zusammenhang untersucht. Anhand von Fragebögen wurden verschiedene Daten erfasst wie Ernährung, Gesundheitsfaktoren, Menstruationsbeschwerden und andere Lifestyle-Faktoren. Die Auswertung der Studie zeigt, dass es einen inversen Zusammenhang zwischen der täglichen Vitamin-D-Aufnahme und dem prämenstruellen Syndrom gibt. Je schwerer die Symptome des PMS auftaten (eingeteilt in: schwer/ mäßig, mild oder minimal/ keine), desto niedriger war die tägliche Vitamin-D-Zufuhr.

Fazit:
Patienten mit prämenstruellen Beschwerden ist die Bestimmung von Vitamin D3 im Blutserum zu empfehlen. Anhand des Analyseergebnisses kann der Vitamin-D-Status beurteilt und eine Therapie individuell angepasst werden.
 
 
Referenz:
Elizabeth R. Bertone-Johnson et al.: Dietary vitamin D intake, 25-hydroxyvitamin D3 levels and premenstrual syndrome in a college-aged population. The Journal of Steroid Biochemistry and Molecular Biology, July 2010, Volume 121, Issues 1-2, 434-437
 

 

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