Israelische Wissenschaftler untersuchten die kognitive Leistungsfähigkeit bei Kindern im Alter von 5 bis 7 Jahren, die während ihres ersten Lebensjahrs eine Vitamin-B1-arme Milchersatzernährung erhielten. Die Ergebnisse der Studienteilnehmer verglichen die Wissenschaftler mit denen entsprechender Kontrollpersonen, die als Säugling entweder mit Muttermilch oder mit anderen Milcharten ernährt worden waren. Die Forscher führten bei den Kindern mehrere Testverfahren durch. Es zeigte sich, dass die Kinder mit einer Vitamin-B1-Mangelernährung eine hohe Rate an verschiedenen kognitiven Defiziten aufwiesen, z.B. litten sie häufiger an Sprachstörungen als die anderen Studienteilnehmer. Außerdem wurde ein Stillstand in der Sprachentwicklung festgestellt. Die Erkenntnisse dieser Studie zeigen, dass ein B1-Mangel in der frühesten Kindheit schwere und langanhaltende Sprachstörungen verursacht und dass die Ernährung einer der Hauptverursacher dieser Sprachprobleme sein kann.

 

Referenz:
Iris Fattal et al.: The crucial role of thiamine in the development of syntax and lexical retrieval: a study of infantile thiamine deficiency; Brain (2011) 134(6): 1577-1579 doi:10.1093/brain/awr116

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