In bestimmten Bevölkerungsgruppen kann ein moderater Vitamin-B2-Mangel auftreten, wobei die funktionelle Signifikanz dieses Mangels noch unklar ist. Britische Wissenschaftler untersuchten bei einer Gruppe von Frauen im Alter von 19 bis 25 Jahren mit einem leichten Vitamin-B2-Mangel den Effekt einer Riboflavin-Supplementierung auf den hämatologischen Status. An der Studie nahmen 123 Frauen teil. Die Studienteilnehmerinnen erhielten über einen Zeitraum von acht Wochen entweder zwei oder vier Milligramm Riboflavin oder ein Placebopräparat. Vor und nach der Supplementierung wurde der hämatologische Status überprüft. Erwartungsgemäß bewirkte die Vitamin-B2-Supplementierung eine deutliche Verbesserung des Riboflavinstatus. Bei den Frauen mit dem niedrigsten Riboflavinstatus zu Beginn der Studie kam es zu einem signifikant höheren Anstieg des Hämoglobinstatus im Vergleich zu den Frauen mit ausreichender Vitamin-B2-Versorgung. Die Eisenaufnahme und die Eisenabsorption änderte sich nicht im Verlauf der Studie. Es bleibt also festzuhalten, dass eine schlechte Versorgung mit Vitamin B2 auch den Eisenstatus negativ beeinflusst. Je niedriger der Riboflavinstatus, desto deutlicher zeigten sich die hämatologischen Vorteile durch eine Supplementierung.

 

Referenz:
Powers HJ et al.: Correcting a marginal riboflavin deficiency improves hematologic status in young women in the United Kingdom (RIBOFEM); Am J Clin Nutr. 2011 Apr 27

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