Schon seit einiger Zeit sind Bestrebungen im Gange, Stoffwechselprodukte zu finden, die für eine Erkrankung charakteristisch sind. Wissenschaftler aus Boston untersuchten bei 2.422 Teilnehmern der Framingham Offspring Study solche Metabolite. Ein großer Teil der Studienteilnehmer war 12 Jahre später an Typ-2-Diabetes erkrankt. Als die Wissenschaftler die Aminosäurenkonzentratrionen in den ursprünglichen Blutproben der Diabetespatienten mit jenen der Teilnehmer verglichen, die nicht an Diabetes erkrankten, machten sie eine bemerkenswerte Entdeckung. Die Werte von Isoleucin, Leucin, Valin, Tyrosin und Phenylalanin zeigten ein deutliches Risiko für einen späteren Diabetes mellitus Typ 2. Von besonderer Aussagekraft ist die gleichzeitige Veränderung mehrerer Aminosäuren. Der Leiter der Studie Robert Gerszten hält es für möglich, dass die Bedeutung eines gestörten Aminosäurenstoffwechsels in der Frühphase des Typ-2-Diabetes bislang unterschätzt wurde.

 

Referenz:
Aerzteblatt.de, 21.03.2011

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