Schwedische Wissenschaftler verabreichten 285 Kindern mit grenzwertig niedrigem Geburtsgewicht von der sechsten Woche bis zum sechsten Monat entweder ein oder zwei Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht eines Eisensupplements. Die Kontrollgruppe erhielt kein Eisen. Mit dreieinhalb Jahren wurden diese Kinder und 95 Kinder mit normalem Geburtsgewicht auf Intelligenz und Verhalten untersucht. Hinsichtlich der Intelligenz zeigten sich keine Unterschiede, aber bei Verhaltensprobleme wie ADHS war ein signifikanter Effekt der Eisensupplemente nachweisbar. Bei den Kindern, die kein Eisen erhalten hatten, zeigten 12,7 Prozent die Zeichen von Verhaltensproblemen, bei der Ein-Milligramm-Gruppe waren es 2,9 Prozent, bei der Zwei-Milligramm-Gruppe nur 2,7 Prozent. Die Ergebnisse der Studie lassen den Schluss zu, dass eine frühe Eisensupplementierung bei Kindern mit niedrigem Geburtsgewicht gesundheitliche Vorteile bringt.


Referenz:
ScienceDaily, Dec. 10, 2012: Iron supplements reduce ADHS in low birth weight infants

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