Patienten mit der Diagnose „Melancholische Depression“ und Personen mit der Diagnose „Nicht-melancholische Depression“ weisen Unterschiede im Hinblick auf Entzündungsaktivität und Versorgung mit Folsäure und B12 auf.

Das geht aus einer finnischen Studie mit 3000 Patienten mittleren Alters hervor. Die Untersuchungen wurden im Rahmen des Finnischen-Typ-2- Diabetes-Prevention-Programms durchgeführt und die Ergebnisse im Journal of Affective Disorders veröffentlicht.

Die Wissenschaftler stellten außerdem fest, dass die Probanden, die an einer Nicht-melancholischen Depression litten, ein zweimal höheres Risiko für das metabolische Syndrom aufwiesen. Die Ergebnisse der Studien in Bezug auf Folsäure und B12 zeigten Folgendes: Die Probanden mit den höchsten Folsäurekonzentrationen hatten ein 50 Prozent geringeres Risiko für melancholisch-depressive Symptome als die Probanden mit den niedrigsten Werten.

Bei den Patienten mit den höchsten B12-Spiegeln wurde ein dreimal geringeres Risiko für melancholisch-depressive Symptome festgestellt als bei denjenigen mit den niedrigsten B12-Spiegeln.

Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss, dass sich daraus Konsequenzen für die medikamentöse Therapie ergeben könnten. Beispielsweise kann es von Nutzen sein, bei Patienten mit Nicht-melancholischer Depression Medikamente zu meiden, die eine Gewichtszunahme fördern. Bei einer Melancholischen Depression könnte ein genauer Blick auf die Ernährungsgewohnheiten des Patienten sinnvoll sein.


Referenz:
medicalnewstoday.com, 27.11.2012: Folate & B12 Deficiency linked to some depression subtypes

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