In zwei kleinen Pilotstudien wurde untersucht, inwieweit Glycin bei Patienten mit einem Psychose-Risikosyndrom wirksam ist. In der ersten Studie erhielten 10 Risikopatienten 0,8 Gramm pro Kilogramm und Tag über einen Zeitraum von acht Wochen. In der zweiten Studie bekamen acht Probanden entweder Glycin oder ein Placebopräparat über einen Zeitraum von 12 Wochen. Über einige Wochen hinweg wurden bei den Patienten Symptome mittels eines Fragebogens (Scale of Psychosis-Risk Symptoms) ermittelt. Außerdem wurden neurokognitive Tests durchgeführt. Die Studie ergab, dass es durch Glycin zu einer nicht unerheblichen Verbesserung der Symptomatik in den zwei Pilotstudien kam. Möglicherweise wurde auch die kognitive Funktion verbessert. In früheren Studien konnte bereits nachgewiesen werden, dass bestimmte Substanzen die NMDA-Rezeptor-Funktion bei Risikosyndrom-Patienten verbessern. Durch die beiden Pilotstudien wurden diese Erkenntnisse weiter unterstützt.

 

Referenz:
Woods SW et al.: Glycine treatment of the risk syndrome for psychosis: Report of two pilot studies; Eur Neuropsychopharmacol, 2012 Oct 19

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