Wissenschaftler der Universität Innsbruck untersuchten den Einfluss der Aufnahme von Vitamin B12 und Folsäure auf die Konversion einer leichten kognitiven Beeinträchtigung zu Demenz. An der Studie nahmen 81 ältere Erwachsene teil. Zu Beginn der Studie und nach fünf Jahren wurden verschiedene Laborwerte, eine Kernspintomographie sowie kognitive Funktionstests durchgeführt. Die Einnahme von Folsäure und Vitamin B12, länger als ein Jahr, war mit einer niedrigeren Demenzentwicklung assoziiert. Höhere Folsäurekonzentrationen zu Beginn der Studie führten bei Frauen zu einer geringeren Demenzentwicklung. Eine höhere Folsäurezufuhr verminderte auch das Ausmaß hirnatrophischer Prozesse. Das Ergebnis dieser Studie zeigt einen protektiven Effekt von Folsäure bei MCI-Patienten im Hinblick auf eine Demenzentwicklung. Außerdem ergaben sich Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem Homocysteinstoffwechsel und hirnatrophischen Prozessen.

 

Referenz:
Blasko I et al.: Conversion from mild cognitive impairment to dementia: Influence of folic acid and vitamin B12 use in the VITA cohort; J Nutr Health Aging. 2012; 16(8): 687-94

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