Major Depression ist ein Risikofakor für Herz-Keislauf-Erkrankungen. Im „Journal of Affective Disorders“ wurde eine Studie publiziert, in der bei 19 Patienten mit Major Depression und bei 19 Kontrollpersonen der Argininstoffwechsel im Blut untersucht wurde. Es wurden neben der Argininkonzentration auch die NO-Synthese und die cGMP-Spiegel in den Blutplättchen bestimmt sowie verschiedene andere Parameter, die mit dem Arginin-Stoffwechsel zusammenhängen. Bei den depressiven Patienten waren im Vergleich zu Kontrollpersonen die Argininaufnahme in den Blutplättchen und auch die Aktivität der NO-Synthese reduziert. Die cGMP-Spiegel in den Blutplättchen bei den depressiven Patienten waren gestört, was mit einer verstärkten Verklumpungsneigung einherging. Bei 20 Prozent der depressiven Patienten waren die Argininspiegel im Plasma vermindert. Die Ergebnisse der Studie lassen also den Schluss zu, dass die Störung des Argininstoffwechsels für das erhöhte kardiovaskuläre Risiko bei Patienten mit Depressionen eine Rolle spielt.

 

Referenz:
Vivian Liane Mattos Pinto et al.: Low plasma levels of L-arginine, impaired intraplatelet nitric oxide and platelet hyperaggregability: Implications for cardiovascular discrease in depressive patients; Journal of Affective Disorders; Volume 140, Issue 2, pages 187-192

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