Die Vitamin-C-Spiegel sind bei schwerkranken Patienten oft vermindert. Eine orale Verabreichung von Vitamin C hat häufig nur einen moderaten Effekt. Durch eine intravenöse Injektion oder Infusion von Vitamin C hingegen kommt es zu einem ausgeprägten Anstieg der Plasma- und Gewebskonzentrationen von Vitamin C. Bei der Sepsis könnte Vitamin C dadurch von Nutzen sein, dass es den oxidativen Stress vermindert, die intrazellulären Signalwege beeinflusst und die Stickoxidhömeostase aufrecht erhält. Ascorbinsäure ist ein Scavenger für ROS und kann auch die Bildung von Superoxid in den Endothelzellen kleiner Blutgefäße und Kapillaren vermindern. Vitamin C reguliert auch die Stickoxidkonzentration, u.a. durch Beeinflussung der Tetrahydrobiopterin-Verfügbarkeit.

Vitamin C dürfte also vor allen Dingen zur Verbesserung der mikrovaskulären Funktionen von Nutzen sein.

 

Referenz:
Wilson Jx, WuF: Vitamin C in sepsis; Subcell Biochem. 2012, 56: 67-83

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