Wissenschaftler der Ain Shams University untersuchten verschiedene Parameter des oxidativen Stresses bei Kindern mit der Diagnose ADHS und verglichen die Werte mit denen einer Kontrollgruppe. Die mittleren Spiegel der Superoxiddismutasen, Glutathionperoxidasen, Glutathiontransferasen und Katalasen waren bei den ADHS-Kindern signifikant niedriger im Vergleich zur Kontrollgruppe. Eine Störung des Redoxgleichgewichtes könnte also bei der Pathogenese von ADHS eine Rolle spielen und sollte in therapeutische Überlegungen mit einbezogen werden.

Türkische Wissenschaftler untersuchten bei 50 Erwachsenen mit der Diagnose ADHS ebenfalls verschiedene Parameter des oxidativen Stresses. Die Kontrollgruppe umfasste 31 Personen. Bei den ADHS-Patienten lagen der totale antioxidative Status, der totale oxidative Status und der oxidative Stressindex signifikant höher als bei den Kontrollpersonen. Die Wissenschaftler vermuten, dass der hohe Antioxidantienstatus als Kompensation gegen die Zunahme des oxidativen Stresses zu erklären ist.

 

Referenz:
Eithar Karim El Adham, Amal I. Hassan and Amal Abd El Aziz El-Mahdy: Nutritional and metabolic disturbances in attention deficit hyperactivity disease; Research Journal of Medicine and Medical Sciences, 6(1): 10-16, 2011 Salih Selek et al.: Evaluation of total oxidative status in adult attention deficit hyperactivity disorder and its diagnostic implications; J Psychiatr Res 2012 Jan 17

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