Die Ärztezeitung berichtete am 21.05.2012 über Forschungsergebnisse des Karolinskainstitutes in Stockholm. Die schwedischen Wissenschaftler hatten 274 demenzfreie Finnen über einen Zeitraum von sieben Jahren beobachtet: Zu Beginn des Beobachtungszeitraums wurden die Serumwerte für Homocystein, Folsäure und Holotranscobalamin bestimmt, außerdem wurden verschiedene Kognitionstests durchgeführt. Nach sieben Jahren zeigte sich, dass die Teilnehmer mit den höchsten Homocysteinwerten bei den Hirnleistungstests deutlich schlechter abschnitten als diejenigen mit niedrigen Homocysteinkonzentrationen. Bei dem Mini-Mental-Status-Test ergab sich ein Unterschied von zehn Prozent. Die verbale Ausdrucksfähigkeit war bei hohen Homocysteinkonzentrationen um elf Prozent schwächer, die Exekutiv-Funktionen um 14 Prozent. Die Spiegel von Homocystein, Holotranscobalamin und Folsäure waren mit der Hirnleistungsfähigkeit bei nicht-dementen älteren Versuchspersonen assoziiert. Die Autoren der Studie empfehlen die Durchführung randomisierter Studien zur Überprüfung, inwieweit eine Supplementierung von B12 und Folsäure den kognitiven Abbau verhindern kann.

 

Referenzen
Ärzte Zeitung, 21.05.2012: B-Vitamine halten geistig fit
B. Hooshmand et al.: Associations between serum homocysteine, holotranscobalamin, folate and cognition in the elderly: a longitudinal study; Journal of INTERNAL MEDICINE doi: 10.1111/j.1365-2796.2011.02484x

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