Die Eisenmangelanämie ist die häufigste Mikronährstoffmangelerkrankung in den Entwicklungsländern und betrifft besonders schwangere Frauen und junge Kinder. Eisen ist ein essentielles Spurenelement, das für die Myelinbildung, die Neurotransmittersynthese und für den Nervenstoffwechsel benötigt wird. Wissenschaftler aus Indien untersuchten bei 44 Kindern mit diagnostizierten Verhaltensstörungen verschiedene Parameter des Eisenstoffwechsels. Die Ergebnisse wurden mit den Werten entsprechender Kontrollpersonen verglichen. 73 Prozent der Kinder mit Verhaltensstörungen hatten entweder eine Transferrinsättigung kleiner als 16 Prozent oder eine Ferritinkonzentration kleiner als 16 µg/ l. Eine Eisentherapie über einen Zeitraum von drei bis vier Monaten führte zu einer signifikanten Verbesserung der klinischen Symptome und des Eisenstatus. Die Ergebnisse der Studien sprechen dafür, dass zwischen einem Eisenmangel und Verhaltensstörungen ein kausaler Zusammenhang besteht.

 

Referenz:
Mahajan G et al.: Iron profile in children with behavioural disorders: a prospective study in a tertiary care hospital in north India; Indian J Hematol Blood Transfus. 2011 Jun; 27(2): 75-80

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