Wissenschaftler am National Jewish Health in Colerado haben einen Artikel über die antiinflammatorischen Mechanismen von Vitamin D publiziert. In Zellkulturversuchen konnten sie nachweisen, dass bei Vitamin-D-Konzentrationen von 50 ng/ ml die Freisetzung von Entzündungs-mediatoren am stärksten gehemmt wird. Die Wissenschaftler verwendeten weiße Blutkörperchen des Menschen, die sie unterschiedlichen Vitamin-D-Konzentrationen aussetzten. Die Entzündungsreaktionen der weißen Blutkörperchen wurden mittels Lipopolysaccharid ausgelöst, einem Molekül, das in den Zellwänden der Bakterien vorkommt und eine starke Entzündungsantwort hervorruft.

Sie konnten auch nachweisen, dass der Vitamin-D-Rezeptor direkt an die DNA bindet und ein Gen aktiviert, das die Entzündungskaskade unterdrückt. Diese zellbiologischen Erkenntnisse sind eine plausible Erklärung für viele der günstigen Wirkungen, die im Zusammenhang mit Vitamin D beobachtet wurden. Patienten mit chronischen Entzündungserkrankungen wie Asthma, Arthritis und Prostatakrebs könnten also von einer Vitamin-D-Supplementierung profitieren.

 

Referenz:
MNT medicalnewstoday.com, 26. Feb. 2012: How vitamin D inhibits inflammation

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