Wissenschaftler aus Indien fanden bei Patienten mit Zwangserkrankungen im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen signifikant höhere Spiegel von Malondialdehyd sowie niedrigere Spiegel von Katalase, SOD und Glutathionperoxidase. Auch bei Verwandten ersten Grades waren die Plasmaspiegel der Katalase, SOD und Glutathionperoxidase signifikant niedriger als bei gesunden Kontrollpersonen.

Referenz:
Abhijeet Shrivastava, Sujita Kumar Kara et al.: A study of oxidative stress biomarkers in obsessive compulsive disorder; Journal of Obsessive-Compulsive and Related Disorders, Volume 15, October 2017, Pages 52-56

In einem Fachartikel beschäftigten sich Forscher aus Japan mit der Bedeutung von Zink für die Schlafqualität. Neuere Erkenntnisse sprechen dafür, dass Zink auch an der Regulation des Schlafs beteiligt ist. Eine Zinksupplementierung kann die Schlafqualität bei Menschen verbessern, wobei die genauen molekularen Mechanismen hierfür noch nicht ablschießend geklärt sind.

Referenz:
Cherasse Y, Urade Y: Dietary Zinc Acts as a Sleep Modulator; Int J Mol Sci. 2017 Nov 5;18(11).

 

In einer Metaanalyse von Forschern aus Australien, Belgien und Großbritannien wurden die Konzentrationen von Mikronährstoffen beim Erstaufreten einer Psychose mit den Konzentrationen bei gesunden Kontrollpersonen verglichen. Dabei zeigte sich, dass Defizite bei den Vitaminen D und Folsäure dem Auftreten einer Psychose vorausgingen. Es gab auch eine begrenzte Evidenz für verminderte Vitamin-C-Konzentrationen vor dem Auftreten eine Psychose.

Referenz.
Firth J, Carney R et al.: Nutritional Deficiencies and Clinical Correlates in First-Episode Psychosis: A Systematic Review and Meta-analysis; Schizophr Bull. 2017 Nov 30.

hagebutte 320Wissenschaftler aus Australien publizierten einen systematischen Übersichtsartikel zum Thema Vitamin-C-Status und kognitive Funktionen. In die Auswertung wurden 50 Studien einbezogen. Dabei hatten kognitiv intakte Studienteilnehmer durchschnittlich höhere Vitamin-C-Konzentrationen als kognitiv beeinträchtigte Menschen. Es zeigte sich aber kein signifikanter Zusammenhang zwischen den Vitamin-C-Konzentrationen und den MMSE-Scores bei den kognitiv beeinträchtigten Studienteilnehmern.

Für die niedrigen Vitamin-C-Konzentrationen bei kognitiv beeinträchtigten Menschen gibt es verschiedene Erklärungsansätze, u.a. eine zu niedrige Vitamin-C-Aufnahme bei älteren Menschen. Außerdem könnte durch eine vermehrte Produktion freier Radikale ein Mehrverbrauch von Vitamin C resultieren. Vitamin C ist sozusagen das „First-Line-Antioxidants“ in biologischen Flüssigkeiten. Bei kognitiv gestörten Menschen besteht eine höhere Sensitivität gegenüber freien Radikalen in der Gehirnrinde. Quellen für die freien Radikale sind z. B. eine Aktivierung der Mikroglia, eine mitochondriale Dysfunktion, eine Anhäufung von Amyloid sowie das Vorhandensein redoxaktiver Metalle.

Referenz:
Travica N, Ried K et al.: Vitamin C Status and Cognitive Function: A Systematic Review; Nutrients. 2017 Aug 30;9(9).

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