Traurig 320Bei 44.173 gesunden Studienteilnehmern wurde untersucht, inwieweit Depressionen und Anämie zusammenhängen. Dabei zeigte sich, dass die Studienteilnehmer, die unter Depressionen litten, mit größerer Wahrscheinlichkeit eine Anämie aufwiesen als die Personen ohne Depression. Das Auftreten der Anämie erhöhte sich mit dem Schweregrad der depressiven Symptomatik.

Die Autoren der Studie halten nun weitere Untersuchungen für notwendig, um die Gründe für diesen Zusammenhang zu erforschen.


Referenz:

Vulser H, Wiernik E et al.: Association between depression and anemia in otherwise healthy adults; Acta Psychiatr Scand. 2016 Aug; 34(2):150-60


Kommentar:
Die Frage stellt sich, wozu denn in diesem Fall weiter Studien erforderlich sind, da es doch völlig klar ist, dass auch bei Depressionen auch ein Eisenmangel zugrunde liegen kann. Eisen ist am Neurotransmittermetabolismus beteiligt, u.a. an der Serotoninsynthese, spielt eine wichtige Rolle für die synaptische Übertragung, für den Energiestoffwechsel der Nervenzellen, für die Myelinsynthese und vieles mehr.

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