Niedrig-normale Konzentrationen von Vitamin-B12 könnten mit schlechteren kognitiven Leistungen assoziiert sein. Wissenschaftler verschiedener deutscher Universitäten untersuchten bei 100 Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung (MCI), die an Gedächtnisstörungen litten, den Zusammenhang zwischen der Vitamin-B12-Konzentrationen und der Gedächtnisfunktion. Außerdem wurden das Volumen und die Mikrostruktur des Hippocampus per MRI bestimmt. MCI-Patienten mit niedrig-normalem Vitamin-B12-Konzentrationen zeigten im Vergleich zu Patienten mit hochnormalen Vitamin-B12-Spiegeln signifikant schlechtere Lernfähigkeiten und Fähigkeiten in der Erinnerung.

Bei Patienten mit niedrigen bis normalen Vitamin- B12-Konzentrationen war auch die Integrität der Mikrostruktur des Hippocampus schlechter als bei den Patienten mit hohen Vitamin-B12-Spiegeln.
Niedrige Vitamin-B12-Konzentrationen waren also in dieser Studie mit verminderten Gedächtnisleistungen verbunden, die teilweise mit einer schlechteren Mikrostruktur des Hippocampus zusammenhängen. In weiteren Studien solle geklärt werden, inwieweit eine Supplementierung von Vitamin B12 die Hirnleistungsfähigkeit bei MCI-Patienten verbessern könne, auch wenn kein Vitamin-B12-Mangel vorlegen würde, so die Autoren.

Referenz:
Theresa Köbe3, A Veronica Witte et al.: Vitamin B-12 concentration, memory performance, and hippocampal structure in patients with mild cognitive impairment; American Society for Nutrition; First published February 24, 2016

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