Wissenschaftler aus verschiedenen europäischen Ländern untersuchten im Rahmen einer großen europäischen Studie den Zusammenhang zwischen der Folsäure- und der Vitamin-B12-Konzentration und der kognitiven Leistungsfähigkeit bei Erwachsenen mittleren und höheren Alters. Die Folsäurekonzentration war positiv mit Buchstabenerkennung assoziiert, die Vitamin-B12-Konzentration mit der Wortwiederfindung. Die Studienteilnehmer, deren Folsäurekonzentrationen im oberen Viertel lagen, zeigten im Vergleich zu den Probanden, deren Folsäurekonzentrationen im unteren Viertel lagen, einen flüssigeren Sprachstil sowie eine schnellere Wiedererkennung. Die Studienteilnehmer mit B12-Konzentrationen im oberen Viertel hatten im Vergleich zu den Teilnehmern mit geringeren B12-Konzentrationen
einen signifikant flüssigeren Sprachstil. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass die Folsäure- und Vitamin-B12-Spiegel positiv mit einigen kognitiven Domänen assoziiert waren. Es seien aber weitere Studien nötig, um den Stellenwert dieser Vitamine beim kognitiven Abbau zu bewerten.

Referenz:
Horvat P, Gardiner J et al.: Serum folate, vitamin B-12 and cognitive function in middle and older age: The HAPIEE study; Exp Gerontol. 2016 Apr;76:33-8.

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