Wissenschaftler aus den USA und aus der Schweiz untersuchten in Frontalhirnproben verschiedene Vitamin-B12-Verbindungen. Die Frontalhirnproben entstammten 43 verstorbenen Kontrollpersonen, 12 verstorbenen Patienten mit Autismus und 9 verstorbenen Patienten mit Schizophrenie. Der Gesamt-Cobalamin-Gehalt war bei den älteren Kontrollpersonen signifikant niedriger. Die Konzentration von Methylcobalamin war um mehr als das Zehnfache gegenüber jüngeren Personen vermindert. Sowohl in den Gehirnproben der autistischen als auch in denen der schizophrenen Patienten waren die Konzentrationen von Methylcobalamin und Adenosylcobalamin mehr als dreimal niedriger als bei den Kontrollpersonen gleichen Alters. Die Wissenschaftler fanden also eine bisher noch nicht gekannte starke Verminderung des Vitamin-B12-Status im Laufe der Lebensspanne. Dies könnte auf einen erhöhten Antioxidantienbedarf zurückzuführen sein, der z.B. auch zu einem vermehrten Glutathiondefizit führt.

Referenz:
Yiting Zhang, Nathaniel W. Hodgson et al.: Decreased Brain Levels of Vitamin B12 in Aging, Autism and Schizophrenia; PLOS one, Published: January 22, 2016

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