Spanische Wissenschaftler untersuchten den Effekt eines Eisenmangels und einer Anämie auf die körperliche Leistungsfähigkeit bei Patienten mit Herzinsuffizienz. Als Eisenmangel wurden Ferritinkonzentrationen kleiner als 100 ng/ml oder eine Transferrinsättigung kleiner als 20 Prozent eingestuft, wenn die Ferritinkonzentration unter 800 ng/ml lag.
An der Studie nahmen 538 Patienten mit einem durchschnittlichen Lebensalter von 71 Jahren teil, die unter einer Herzinsuffizienz litten. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten, dass erhöhte Spiegel des löslichen Transferrinrezeptors unabhängig mit dem Schweregrad der Herzinsuffizienz assoziiert waren. Die Hämoglobinkonzentration war hingegen nicht signifikant mit der körperlichen Belastbarkeit verbunden. Bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz limitiert also ein Eisenmangel und nicht die Anämie die körperliche Leistungsfähigkeit.

Referenz:
Enjuanes C, Bruguera J et al.: Iron Status in Chronic Heart Failure: Impact on Symptoms, Functional Class and Submaximal Exercise Capacity; Rev Esp Cardiol (Engl Ed). 2015 Dec 9.

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