Wissenschaftler der Universität Innsbruck publizierten im November 2015 einen Fachartikel, der sich mit der Rolle von Nahrungsfaktoren auf Hirnfunktionen beschäftigte. Tryptophan ist ein Schlüsselelement für Hirnfunktionen, da es Vorstufe des Neurotransmitters Serotonin ist. Bei einer chronischen Aktivierung des Immunsystems oder unter Zytokintherapie kommt es zu einem verstärkten Abbau von Tryptophan, der häufig mit depressiver Verstimmungslage einhergeht. In-vitro-Studien haben gezeigt, dass verschiedene Substanzen wie Polyphenole und Vitamine den entzündlichen Signalweg unterbrechen können, der zum Tryptophanabbau führt. Es ist also anzunehmen, dass solche pflanzlichen Substanzen die Verfügbarkeit von Tryptophan im Blut und im Gehirn verbessern können. Einen positiven Effekt auf Stimmung und Hirnleistungsfähigkeit hat also nicht nur eine tryptophanreiche Ernährung, sondern auch eine Ernährungsform mit einer hohen Zufuhr an Antioxidantien.

Referenz:
Strasser B,Gostner JM, Fuchs D et al.: Mood, food, and cognition: role of tryptophan and serotonin; Curr Opin Clin Nutr Metab Care.2015 Nov 10.

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