Cystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure und eine Hauptkomponente des Keratinproteins, z.B. der Bausubstanz der Haare. Es ist auch bekannt, dass neben der Aminosäure Cystein auch Eisen ein kritischer Faktor für das Wachstum der Haarfollikel darstellt. Italienische Wissenschaftler untersuchten jetzt in einer Zellkulturstudie, welchen Einfluss die Cystein- und Eisenverfügbarkeit auf die Keratinbiosynthese hatte. Sie konnten nachweisen, dass Cystein die Bildung von Keratinen signifikant steigerte, während ein Eisenmangel dies deutlich beeinträchtigte. Interessanterweise konnte die Supplementierung von Cystein die nachteiligen Effekte eines Eisenmangels ausgleichen. Dieser Effekt kam dadurch zustande, dass der Transferrinrezeptor und die Ferritinkonzentration hoch reguliert wurden. Cystein könnte also auf diese Weise die Eisenverfügbarkeit für die DNA-Synthese verbessern.

Referenz:
Miniaci MC, Irace C et al.: Cysteine Prevents the Reduction in Keratin Synthesis Induced by Iron Deficiency in Human Keratinocytes; Journal of Cellular Biochemistry, 2015 Jul 24.

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