Verschiedene Wissenschaftler aus Deutschland untersuchten anhand von Daten der Potsdam-EPIC-Studie, welche Ernährungsfaktoren dafür verantwortlich sind, dass der Verzehr von rotem Fleisch das Auftreten von Typ-2-Diabetes fördert.

In der Studie waren eine hohe Ferritinkonzentration, eine niedrige Glycinkonzentration und Veränderungen des Fettstoffwechsels mit dem Verzehr von rotem Fleisch assoziiert und auch unabhängig von rotem Fleisch mit dem Diabetesrisiko. Bereits in früheren Studien waren die Glycinkonzentrationen als Antwort auf eine fleischbetonte Ernährung niedriger als bei einer pflanzenprotein-basierten Ernährung, obwohl der Glycingehalt im Fleisch um 50 Prozent höher lag als in pflanzlichen Proteinen. Es ist also davon auszugehen, dass es durch den Fleischverzehr zu einem erhöhten Glycinverbrauch kommt. Glycin ist mit der Insulinresistenz assoziiert, es spielt eine zentrale Rolle für die Gluconeogenese und für die Bildung von Glutathion.

Referenz:
Clemens Wittenbecher, Kristin Mühlenbruch et al.: Amino acids, lipid metabolites, and ferritin as potential mediators
linking red meat consumption to type 2 diabetes; AJCN. First published ahead of print May 6, 2015

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