Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist ein Eisenmangel ein bedeutender Faktor, der den Krankheitsverlauf und Krankheitskomplikationen beeinflusst. Wissenschaftler aus Polen und Deutschland untersuchten in einer Studie die Aussagekraft von Untersuchungen des Eisenstoffwechsels im Blut im Vergleich zu Untersuchungen der Eisenspeicher in Knochenmarksproben. Aspirate des Knochenmarks gelten als der diagnostische Goldstandard zum Nachweis eines Eisenmangels. Bei 48 Prozent der Patienten mit koronarer Herzerkrankung zeigte sich ein Eisenmangel im Knochenmark. Keiner der gesunden Kontrollpersonen hatte diesen Befund. Unter den Parametern des Eisenstoffwechsels zeigte der lösliche Transferrinrezeptor den stärksten Zusammenhang mit dem Befund der Knochenmarksbiopsie. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass fast die Hälfte der KHK-Patienten eine Eisenverarmung des Knochenmarks hat, die man nicht invasiv durch Messung des löslichen Tranferrinrezeptors nachweisen kann.

Referenz:
Jankowska EA et al.: Bone marrow iron depletion is common in patients with coronary artery disease; Int J Cardiol. 2014 Oct 8;182C:517-522.

Back to top