Eine Eisenmangelanämie ist eine übliche Komplikation bei entzündlichen Darmerkrankungen. In der klinischen Praxis erhalten die Patienten meist Eisentabletten. In einer Studie wurde untersucht, inwieweit eine systemische Entzündung, definiert durch die Entzündungsparameter C-reaktives Protein (CRP) und Interleukin-6, den Erfolg der Eisentherapie beeinflusst. In die Studie wurden 196 Patienten einbezogen, davon erhielten 60 Patienten eine orale Eisentherapie; bei 136 Patienten wurde Eisen intravenös verabreicht. Bei den Patienten mit hohem CRP war der Hämoglobinanstieg im Vergleich zu Patienten mit niedrigem CRP signifikant kleiner. Der Erfolg einer intravenösen Eisentherapie war weitgehend unabhängig von der Entzündungsaktivität. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass die CRP-Bestimmung bei Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen in Bezug auf die Effektivität einer oralen oder intravenösen Eisentherapie eine wichtige Bedeutung hat.

Referenz:
Iqbal T, Stein J et al.: Clinical significance of c-reactive protein levels in predicting responsiveness to iron therapy in patients with inflammatory bowel disease and iron deficiency anemia; Dig Dis Sci; 2014 Dec 12

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