Wissenschaftler aus Japan berichteten in einem Fachartikel über eine Subgruppe von Demenzerkrankungen, die charakteristischerweise mit Diabetes mellitus assoziiert war.
Sie bestimmten bei 175 Patienten mit Alzheimererkrankung und Diabetes mellitus verschiedene Parameter des oxidativen Stresses. Die Gruppe der so genannten diabetesassoziierten Demenzkranken zeigte eine signifikante Verminderung der Plasmaspiegel von Antioxidantien und signifikant höhere 8-Isoprostan-Spiegel im Vergleich zu anderen Gruppen. Die kognitive Leistungsfähigkeit korrelierte negativ mit den 8-Hydroxy-2'-Deoxyguanosin- und 8-Isoprostan-Spiegel.

In der Pathophysiologie bei diabetes-assoziierter Demenz spielen also oxidative Schäden sowie eine Verminderung der Antioxidantienspiegel eine wichtige Rolle.

Referenz:
Hatanaka H, Hanyu H et al: Peripheral oxidative stress markers in diabetes-related dementia; Geriatr Gerontol Int. 2015 Nov 4

Im November 2015 wurde eine Metaanalyse von Kohortenstudien publiziert, die sich mit einem möglichen Zusammenhang zwischen Ernährungsgewohnheiten und dem Risiko mit Demenzerkrankungen beschäftigte.

In die Auswertung wurden 43 Studien einbezogen. Einige Nahrungskomponenten waren mit einem verminderten Demenzrisiko assoziiert, wie z.B. ungesättigte Fettsäuren, Antioxidantien, B-Vitamine und der mediterranen Ernährung. Andere Faktoren wiederum erhöhten das Risiko für Demenzerkrankungen z.B. Aluminium, Zigarettenrauchen und niedrige Spiegel von Vitamin D.

Referenz:
Cao L, Tan L et al: Dietary Patterns and Risk of Dementia: a Systematic Review and Meta-Analysis of Cohort Studies. Mol Neurobiol. 2015 Nov 9.

Ein metabolischer Vitamin-B12-Mangel ist relativ häufig und dürfte 10 bis 40 Prozent der Bevölkerung betreffen.

Ein nicht diagnostizierter Vitamin-B12-Mangel könnte in der Prävention von Demenzerkrankungen und Schlaganfällen eine verpasste Chance sein. In einer Studie verringerte eine Vitamin-B12-Therapie hirnatrophische Prozesse und einen kognitiven Abbau. Eine Vitamin-B12-Therapie mit Cyanocobalamin reduzierte das Risiko für Schlaganfälle bei Patienten mit normaler Nierenfunktion. Bei Patienten mit gestörter Nierenfunktion sollte Methylcobalamin bevorzugt werden.

Referenz:
Spence JD et al.: Metabolic B12 deficiency: a missed opportunity to prevent dementia and stroke; Nutr Res. 2015 Oct 21.

Wissenschaftler aus Tschechien untersuchten 19 Serum-Aminosäuren bei Typ-2-Diabetikern und bei einer Kontrollgruppe. Sie fanden bei neun Aminosäuren signifikante Unterschiede. Arginin, Asparagin, Glycin, Serin, Threonin waren bei den Diabeitikern signifikant vermindert, während die Konzentrationen von Alanin, Isoleucin, Leucin und Valin signifikant erhöht waren. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass die veränderten Aminosäurenspiegeln bei Diabetikern ein brauchbarer prognostischer Faktor bei Diabetes darstellen könnten.

Referenz:
Drábková P, Šanderová J et al.: An Assay of Selected Serum Amino Acids in Patients with Type 2 Diabetes Mellitus; Adv Clin Exp Med. 2015 May-Jun;24(3):447-51.

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