Ein Wissenschaftler der Universität Sevilla publizierte einen Übersichtsartikel über Eisen und Hirnleistungsfähigkeit. In die Auswertung wurden letztlich 89 Studien einbezogen. Zwei bis sechs Prozent der europäischen Kinder leiden unter einem Eisenmangel, und es besteht Einigkeit darüber, dass ein Eisenmangel einen negativen Effekt auf Hirnleistungsfähigkeit und motorische Fertigkeiten hat. Der Hämoglobinspiegel scheint mit der kognitiven Leistungsfähigkeit zu korrelieren, aber eine Eisensupplementierung verbessert die kognitiven Funktionen, unabhängig vom Hämoglobinspiegel. Ein Eisenmangel scheint bevorzugt bestimmte Hirnregionen zu beeinträchtigen, insbesondere den Hippocampus. Die kognitive Dysfunktion dürfte auf eine Schädigung der Mitochondrien zurückzuführen sein. Außerdem gibt es Hinweise auf eine Beeinträchtigung des Dopaminstoffwechsels, auf eine Veränderung der serotonergen Neurotransmission und auf Veränderungen der Dopaminrezeptoren. Auch die Myelinbildung ist bei einem Eisenmangel beeinträchtigt.

Referenz:
Ignacio Jáuregui-Lobera: Iron deficiency and cognitive functions; Neuropsychiatric Disease and Treatment 2014: 10 2087-2095

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