Wissenschaftler aus London, Brasilien und Canada untersuchten in einem Übersichtsartikel den Zusammenhang zwischen Entzündung und psychischen Befindlichkeitsstörungen. Es gibt zunehmend Beweise dafür, dass Entzündungen ein kritischer Mediator in der Pathophysiologie von psychischen Störungen darstellt.

Erhöhte Spiegel proinflammatorischer Zytokine wurden bei der Mayor-Depression und bei bipolarer Depression nachgewiesen. Die Auslösung eines proinflammatorischen Status bei Gesunden induziert ein Krankheitsverhalten, das einer depressiven Symptomatik gleichkommt. Die möglichen Mechanismen beinhalten direkte Effekte der proinflammatorischen Zytokine auf die Monoaminspiegel, eine Dysregulation der HPA-Achse, eine Störung der Neuroplastizität, eine Aktivierung der Mikroglia sowie strukturelle und funktionelle Veränderungen des Gehirns. Es ist erforderlich, zukünftig vermehrt den therapeutischen Nutzen von antientzündlichen Substanzen zur Behandlung von psychischen Störungen zu erforschen.

Referenz:
Rosenblat JD, Cha DS et al: Inflamed moods: a review of the interactions between inflammation and mood disorder; Prog Neuropsychopharmacol Biol Psychiatry. 2014 Aug 4;53:23-34. doi: 10.1016/j.pnpbp.2014.01.013

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