Im Mai 2014 wurde ein Artikel eines Wissenschaftlers der University of Oxford publiziert, in dem die Rolle des Homocysteins in Bezug auf kognitiven Abbau bewertet wurde. Erhöhte Homocysteinwerte gelten als Risikofaktor für die Hirnatrophie, für einen kognitiven Abbau und für die Entstehung einer Alzheimererkrankung. Eine Behandlung mit B-Vitaminen kann den Hirnabbau bei älteren Erwachsenen reduzieren, besonders bei denen mit erhöhten Homocysteinspiegeln. Durch die Behandlung mit B-Vitaminen kann auch der kognitive Abbau bei diesen Personen reduziert werden. Entscheidend für den Therapieerfolg der B-Vitamine ist aber eine rechtzeitige Intervention. Die Behandlung mit B-Vitaminen ist mit großer Wahrscheinlichkeit bei den Personen am erfolgsversprechendsten, bei denen die Hirnschrumpfung noch kein kritisches Ausmaß erreicht hat und die noch keine Demenz entwickelt haben. Wichtig mit der Behandlung mit B-Vitaminen ist also eine frühzeitige Intervention. Bei einer ausgeprägten Demenz oder Hirnschrumpfung ist kaum therapeutischer Erfolg zu erwarten.

Referenz:
Celeste A. de Jager: Critical levels of brain atrophy associated with homocysteine and cognitive decline; Neurobiol Aging. 2014 Sep;35S2:S35-S39.

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