Wissenschaftler des Oakland Research Institute fanden einen interessanten Zusammenhang zwischen der Vitamin-D-Aufnahme und Autismus. Autismus ist durch ein abnormales Sozialverhalten charakterisiert. Erst vor Kurzem konnte nachgewiesen werden, dass bei Autismus niedrige Serotoninspiegel im Gehirn und niedrige Vitamin-D-Konzentrationen vorliegen. In der Studie der US-Wissenschaftler wurde gezeigt, dass Vitamin D3 das Gen aktiviert, das für die Bildung von Tryptophan-Hydroxylase 2 verantwortlich ist. Dieses Enzym wird zur Serotoninsynthese im Gehirn benötigt. Vitamin D3 blockiert außerdem das Enzym Tryptophan-Hydroxylase 1, das für die Serotoninproduktion im Darm und in anderen Geweben verantwortlich ist. Der entdeckte Zusammenhang erklärt z.B., dass bei Patienten mit Autismus niedrige Serotoninspiegel im Gehirn und hohe Serotoninspiegel in der Peripherie vorliegen. Das ist auch eine Erklärung dafür, dass Jungen häufiger unter Autismus leiden als Mädchen. Östrogene können bei Mädchen die Serotoninspiegel im Gehirn anheben. Auch verschiedene andere immunologische Phänomene sind durch den gefunden Zusammenhang erklärbar.

Die Vitamin-D-Spiegel sollten also routinemäßig bei jedem bestimmt werden.

Referenz:
Sciencedaily.com, 26.02.2014: Causal link found between vitamin D, serotonin synthesis and autism in new study

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