Verschiedene Studien der letzten Jahre gaben Hinweise darauf, dass ein Eisenmangel die Entstehung von Schlaganfällen fördert. Allerdings gab es bisher noch keine Erklärung für dieses Phänomen. Britische Forscher des Imperial College London untersuchten eine Patientengruppe, die an einer hereditäre hämorrhagischen Teleangiektasie litten. Dies ist eine Erkrankung, die mit bestimmten Missbildungen der Blutgefäße einhergeht, die wiederum eine besondere Empfindlichkeit gegenüber Gerinnungsstörungen mit sich bringt. Die Londoner Forscher verglichen bei dieser Patientengruppe das Serumeisen mit dem Risiko für einen Schlaganfall. Bei einem Teil der Patienten wurde auch die Verklumpungsneigung der Blutplättchen bestimmt. Die Analyse der bestimmten Daten ergab, dass bereits ein leicht erniedrigtes Eisen das Risiko für einen Schlaganfall gegenüber einem mittleren Eisenspiegel um beinahe das Doppelte erhöhte. Außerdem konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass ein erniedrigter Serum-Eisenwert die Verklumpungsneigung der Blutplättchen erhöhte.

Referenz:

aerzteblatt.de, 24.02.2014: Eisenmangel möglicherweise Risikofaktor für Schlaganfall

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