Bei fortgeschrittenen Lebererkrankungen sind die Konzentrationen der verzweigtkettigen Aminosäuren meist niedrig, während die der aromatischen Aminosäuren wie Phenylalanin und Tyrosin erhöht sind, was eng mit einer hepatischen Enzephalopathie assoziiert ist. Die Imbalance der Aminosäuren wird umso ausgeprägter, je weiter die Lebererkrankungen voranschreiten. Durch Verabreichung der verzweigtkettigen Aminosäuren lassen sich mehrere günstige Effekte erzielen. Die BCAAs aktivieren z.B. Gene, die für den antioxidativen Schutz verantwortlich sind. Insbesondere Leucin stimuliert die Proteinsynthese, so dass es durch BCAAs auch zu einer Steigerung der Albuminsynthese kommen kann. Die BCAAs haben auch einen positiven Effekt auf die Insulinresistenz. Durch die BCAAs kommt es zu einer Verbesserung der Lebenqualität von Zirrhose-Patienten, u.a. zu einer Verminderung von Müdigkeit, Schwäche und Schlafstörungen. Die BCAAs erweisen sich als effektiv bei Zirrhose-Patienten jeden Lebensalters

Referenz:
Kazuto Tajiri et al.: Branched –chain amino acids in liver diseases; wjgnet.com, Nov 2013

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