Es besteht schon länger die Vermutung, dass niedrige Citrullinkonzentrationen ein prognostischer Faktor für Patienten auf der Intensivstation darstellen. In einer Studie wurde untersucht, inwieweit die Plasma-Citrullin-Konzentrationen mit der Entzündungsaktivität und einer bakteriellen Translokation im Verdauungstrakt zusammenhängen. Citrullin war signifikant invers mit CRP assoziiert. Zu Beginn eines septischen Schocks kam es zu einer Verminderung der Plasma-Citrullinkonzentrationen. Die Citrullinkonzentration verminderte sich bei einer bakteriellen Translokation im Verdauungstrakt weiter.

Das Ergebnis dieser Untersuchung zeigt, dass die Plasma-Citrullinkonzentration eine akute intestinale Dysfunktion anzeigt, aber keinen Vorhersagewert für die Sterblichkeit des Patienten hat.


Referenz:
Crenn P et al.: Plasma L-citrulline concentrations and ist relationship with inflammation at the onset of septic shock: A pilot study; J Crit Care. 2013 Nov 26

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