Wissenschaftler aus Indien gingen in einer Literaturstudie der Frage nach, inwieweit Angsterkrankungen mit oxidativem Stress und Entzündungen verbunden sind. Oxidativer Stress ist mit einer großen Anzahl an Erkankungen assoziiert, einschließlich psychiatrischer Erkrankungen. Das Gehirn ist der Sitz der Emotionen, und seine Anfälligkeit für oxidative Schädigung fördert verschiedene psychiatrische Erkrankungen wie Angststörungen, Depressionen und Psychosen. Aus mehreren Gründen ist das Gehirn besonders anfällig gegen oxidative Schäden. Das Gehirn hat einen hohen Bedarf an Nährstoffen, aber eine geringe Katalaseaktiviät. Es ist sehr gut dokumentiert, dass der oxidative Stress an der Pathophysiologie vieler psychiatrischer Erkrankungen beteiligt ist. Bei Patienten mit Angststörungen besteht eine Fehlregulierung antioxidativer Enzyme. In Blutproben solcher Patienten wurde eine erhöhte Aktivität antioxidativer Enzyme wie SOD, CAT und GSH festgestellt. Hingegen ist GPX vermindert. Eine Erhöhung der Katalaseaktivität parallel mit einer Verminderung der GPX-Aktivität korreliert mit einem erhöhten oxidativen Stress. Die Entgiftung von Wasserstoffperoxid wird bei niedrigen Konzentrationen durch GPX durchgeführt, bei höheren Konzentrationen wirt Katalase wirksam.

Psychologischer Stress ist mit einer stärkeren Expression proinflammatorischer Zytokine wie Interleukin 6 und TNF-alpha assoziiert. Bei der klinischen Depression wurde mehrfach eine Erhöhung proinflammatorischer Zytokine nachgewiesen. Dahingegen gibt es wenige Berichte, die sich mit entzündlichen Prozesse bei Angsterkrankungen beschäftigen. Klinische Studien haben jedenfalls einen Zusammenhang zwischen Entzündungsmarkern und der Entwicklung von Angststörungen gezeigt.

Referenz:
Avik Das, Dr. Sunit kumar Mukhopadhya: Association of anxiety with oxidative stress and inflammation; Indio American Journal of Pharmaceutical Research, 2013, ISSN No: 2231-6876

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