Polnische Wissenschaftler untersuchten bei Patienten mit Depressionen den Zusammenhang zwischen oxidativem Ungleichgewicht und zellulären Immunantworten. Außerdem gingen sie der Frage nach, inwieweit die Prozesse mit dem Eisenstoffwechsel bei depressiven Patienten verbunden waren.

Bei 15 Patienten mit rezidivierenden depressiven Störungen und bei 19 Kontrollpersonen wurden zahlreiche Parameter bestimmt, z.B. GSH, SOD-1, Glutathionperoxidase, Glutathionreduktiase, Malondialdehyd; außerdem wurden die Hämoxigenase-1, Neopterin, Zytokine etc. bestimmt. Hämatologische Parameter wurden mit einem üblichen Analysengerät gemessen. Bei Patienten mit Depressionen zeigte sich eine signifikante Verminderung der GPX-1 und SOD-1-Aktivitäten sowie verminderte Spiegel von GSH und Hämoxigenase-1. Stattdessen waren die Konzentrationen von Malondialdehyd und Wasserstoffperoxid sowie die DNA-Schäden bei den Patienen erhöht. Die Spiegel der proinflammatorischen Zytokine Interleukin-6 und von Neopterin waren bei verminderter Konzentrationen von Hämoglobin und Hämatokrit erhöht.

Eine Depression ist also mit erhöhtem oxidativen Stress und erhöhter Entzündungsaktivität assoziiert sowie mit einer Einschränkung des verfügbaren Eisens für die Bildung roter Blutkörperchen.

Referenz:
Rybka J et al.: Interplay between the pro-oxidant and antioxidant systems and proinflammatory cytokine levels, in relation to iron metabolism and the erythron in depression; Free Radic Biol. Med. 2013 May 23; 63C: 187-194

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