Das Editorial der Maiausgabe des American Journal of Clinical Nutrition
beschäftigte sich mit der Funktion von Vitamin D im Hirnstoffwechsel. Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass bei Patienten mit Morbus Parkinson durch eine Vitamin-D-Supplementierung eine Stabilisierung der Symptomatik erreicht werden konnte, während es bei den Patienten ohne Supplementierung zu einer Verschlechterung der Symptomatik kam.

Vitamin-Rezeptoren sind im Gehirn am stärksten in dopaminreichen Hirnarealen wie der Substantia nigra nachweisbar. Es gibt Hinweise, dass Vitamin D die Expression der Tyrosin-Hydroxylase steigert, d.h., die Dopaminbildung wird verbessert.

Außerdem mehren sich die Beweise dafür, dass Vitamin-D neuroprotektive Eigenschaften hat, z.B. schützt Vitamin D gegen exzitotoxische Signale, indem es auf Calcium-Kanäle einwirkt.
Vitamin D scheint die Hirnfunktion des Erwachsenen eher subtil zu beeinflussen. Man kann aber davon ausgehen, dass ein Vitamin-D-Mangel das Voranschreiten von Störungen des Gehirns verstärkt. Dies betrifft nicht nur den Morbus Parkinson, sondern auch Multiple Sklerose, Demenzerkrankungen und Depressionen.

 

Referenz:
Xiaoying Cui Natalie J Groves et al.: Low vitamin D concentration exacerbates adult brain dysfunction; Am J Clin Nutr 2013; 97: 907-8

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